Hundgestützte Pädagogik

durch den Einsatz von „Schulhund Oskar“
im Rahmen von Unterrichtsstunden im Gemeinsamen Lernen

Hundgestützte Pädagogik bedeutet, dass eine Lehrkraft der Schule einen speziell ausgebildeten Hund im Unterricht einsetzt. An der Waldschule besteht diese Möglichkeit unter anderem durch die Sonderpädagogin Frau Schumacher, die seit dem Schuljahr 2013/2014 an der GGS Lohmar arbeitet. Frau Schumacher hat mit ihrem Schulhund Oskar eine Ausbildung in „Hundgestützter Pädagogik und Therapie“ absolviert (2011 bei „Dog Mentor“, Steffi von Vietinghoff) und zwei Jahre gemeinsam mit ihm an einer Förderschule gearbeitet. Hier zeigte und bestätigte sich die positive Wirkung, die Tiere auf Kinder und ihr Lernen haben. Diese positive Wirkung soll auch für einzelne Schüler und Schülerinnen an der Waldschule genutzt werden. Ein Schulhund kann die allgemeine Entwicklung von Kindern unterstützen, sowie die physische und psychische Gesundheit stärken. Er kann auch gezielt zur Förderung spezieller Entwicklungsbereiche eingesetzt werden.

Der Schulhund Oskar ist ein vierjähriger Retriever-Rüde, der die Arbeit mit Kindern sehr gut und gerne macht. Er ist freundlich, entspannt und genießt den Kontakt zu Menschen.
Oskar begleitet Frau Schumacher zur Zeit an zwei Tagen in die Waldschule. Dort wird er bei der Arbeit in Fördergruppen und vereinzelt im Klassenunterricht eingesetzt.

Mögliche Wirkungen des tiergestützten Arbeitens:

  • Emotional (Positives Selbstbild, fördert Selbstwertgefühl, stabilisiert Befindlichkeit, Abbau von Angst, soziale Integration,…)
  • Sozial (Verantwortung übernehmen, Rücksicht nehmen, Kontaktfähigkeit,…)
  • Physiologisch (Entspannung, Grob- und Feinmotorik, Koordination, Wahrnehmung,…)
  • Sprache und Kommunikation (Sprechfreude, Körpersprache,…)
  • Kognition (Gedächtnis, Handlungsplanung, Problemlösestrategie,…)
  • Lern- und Arbeitsverhalten (Lernatmosphäre, Motivation, Konzentration, Regelverhalten,…)

Mögliche Unterrichtsinhalte:

  • Thema „Hund“ (artgerechter Umgang, Tierschutz, Umweltschutz,…)
  • Gewaltprävention (Förderung von Empathie, Rücksichtnahme, Kontaktfähigkeit, Kommunikation,…)
  • Leseprojekt (Hund als Motivator und Zuhörer)
  • Motorische Förderung (Bewegungs- und Wurfspiele, Koordination von Arm, Hand und Sprache)
  • Sprach- und Kommunikationsförderung (Hund anleiten durch eindeutige verbale und körperliche Sprache)
  • Fachinhalte aus den aktuellen Aufgaben in Deutsch und Mathematik

Weitere Voraussetzungen dieser Arbeitsform (Genehmigung durch Schulleitung, Zustimmung des Kollegiums, Einverständnis der Schulkonferenz, Information an Schulaufsicht, Elterninformation, „Hygieneplan“, private Haftpflichtversicherung, Räumliche Gegebenheiten) bestehen, bzw. sind im Vorfeld bedacht worden.

 
  

Erntedankgottesdienst in der Waldschule
Einen Bericht und Bilder gibt es hier!